Interessantes über Aachen

Klenkes: Der Aachener Finger

Der Klenkes ist das Erkennungszeichen von Aachenern und Gruß untereinander. Es handelt sich um den emporgereckten kleinen Finger der rechten Hand. Aachen war für seine Tuchindustrie und dadurch auch für seine Nadelfabriken bekannt. Die Arbeiter, häufig Frauen oder Kinder, benutzten zum Überprüfen und Aussortieren der Nadeln ihren rechten kleinen Finger. Im Laufe der Zeit verlor die Tuchindustrie immer mehr ihre vorherrschende Rolle im Raum Aachen. Aber das Wahrzeichen des Klenkes blieb.

Wie die Aachener den Teufel gleich zweimal narrten

Die Aachener hatten den Teufel beim Bau des Aachener Doms hereingelegt. Als ihnen das Geld für den Dom ausging, schlossen sie einen Pakt mit dem Teufel. Gegen eine ansehnliche Menge Gold versprachen sie ihm die Seele des ersten Lebewesens, das den Dom betrat. Anstelle einer vom Teufel erhofften menschlichen Seele jagten die Aachener einen Wolf in den Dom, den sie in den Ardennen gefangen hatten. Als der Teufel den Betrug entdeckte, schlug er die schwere bronzene Tür des Domes derart heftig zu, dass sein Daumen in der Tür stecken blieb und abgerissen wurde. Der Daumen steckt noch heute in einem der beiden „Wolfsköpfe“ an der Domtür und wem es gelingt, den Daumen heraus zu ziehen, der erhält vom Domkapitel ein goldenes Kleid.

Der Teufel sann auf Rache und wollte den Dom für immer verschütten. Hierfür sammelte er an der Nordseeküste tonnenweise Sand ein, den er in riesige Säcke füllte und Richtung Aachen trug. Als er mit seiner Last verschnaufen musste, da der Tag sehr heiß war, kam ihm eine ältere, ärmlich gekleidete Frau entgegen. Der Teufel fragte sie, wie weit er denn noch zu schleppen habe. Die Frau aber war „lous“, was im Aachener Dialekt „schlau“ bedeutet. An seinem Pferdefuß und dem Schwanz hatte sie erkannt, wer da vor ihr saß. So sagte sie, dass sie vom Aachener Markt komme, der allerdings furchtbar weit weg sei. Dabei zeigte sie auf ein steinhartes Brot, das sie in einem Korb trug und auf ihre verschlissenen Schuhe. Beides hätte sie auf dem Markt neu erstanden. Der Teufel war über die Aussicht, seine Last noch so weit schleppen zu müssen, derart verärgert, dass er sie an Ort und Stelle liegen ließ. So sei der Berg durch die Schlauheit der Marktfrau entstanden und habe auch vom Begriff „lous“ seinen Namen erhalten.

Darüber hinaus hat sich das Aachener Sprichwort erhalten: „De Oecher send der Düvel ze lous“ (Die Aachener sind dem Teufel zu schlau).

Öcher Platt

Als Öcher Platt bezeichnet man den Dialekt, der in Aachen gesprochen wurde und auch heute noch unter den alteingesessenen Aachenern gesprochen wird. Da die Buchstabenfolge „ch“ im Öcher Platt anders als im Hochdeutschen „sch“ ausgesprochen wird, wird die Eigenbezeichnung zwar Öcher Platt geschrieben, aber Öscher Platt (mit einem kurzen ö) ausgesprochen. Das Öcher Platt besitzt eine markante und für aus anderen deutschen Regionen stammende Menschen eigenartig klingende Sprachmelodie, die häufig auch als „Singsang“ bezeichnet wird. Echtes Öcher Platt ist für Deutschsprachige kaum verständlich und wird auch in Aachen seit dem zweiten Weltkrieg immer seltener gesprochen.

Printen: hart oder weich

Aachener Printen sind ein Gebäck, das seinen Ursprung in Aachen hat. Dort sind zahlreiche Printen- und Schokoladenhersteller angesiedelt. Die Bezeichnung „Aachener Printe“ ist von der EU als Herkunftsbezeichnung geschützt.

Die ersten Gebäcke dieser Art stammen vermutlich aus dem belgischen Dinant, wo seit rund 1000 Jahren Gebildbrote hergestellt wurden. Diese sind auch heute noch als „Couques de Dinant“ eine bekannte Spezialität der Maasstadt, die auch dort wie in Aachen gerne als Mitbringsel von Touristen gekauft werden.

Die modernen Aachener Printen werden nicht wie die Nürnberger Lebkuchen mit Honig gesüßt, sondern seit Anfang des 19. Jahrhunderts mit Sirup aus der Zuckerrübe. Diese findet man in vielen Geschmacksvarianten, in ihrer Naturform als Kräuterprinte, mit Schokoladenüberzug, mit Nüssen oder Mandeln, mit Zuckerglasur (Prinzessprinten), mit Marzipan, aber auch als Saft- oder Weichprinte.

Karl der Große: Der Aachener Kaiser

Karl der Große (lateinisch Carolus Magnus, Karolus Magnus, französisch und englisch Charlemagne) aus dem Geschlecht der Karolinger war seit dem 9. Oktober 768 König des Fränkischen Reiches und seit dem 25. Dezember 800 Römischer Kaiser.

Karl war nicht nur eine bedeutende Persönlichkeit für die Stadt Aachen, wo er viele noch heute bekannte Bauwerke errichten ließ, sondern auch für andere europäische Städte sowie Europa selbst. Sowohl Deutsche als auch Franzosen führen die Anfänge ihrer Nationalgeschichte auf Karl den Großen zurück.

RWTH Aachen: Europäische Spitzenuniversität

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (kurz: RWTH Aachen; international: RWTH Aachen University) gehört mit über 30.000 Studierenden zu den drei größten Universitäten für technische Studiengänge in Deutschland.

Die RWTH Aachen wurde im Jahr 1870 als „Königlich Rheinisch-Westphälische Polytechnische Schule zu Aachen“ eröffnet, nachdem die ursprünglich geplante Ansiedlung der preußischen Hochschule in der Stadt Köln fehlgeschlagen war.

Die RWTH Aachen ist international angesehen und genießt einen ausgezeichneten Ruf in der deutschen Industrie. Beim Hochschul-Ranking 2009 des Magazins Wirtschaftswoche haben die Personalchefs der 500 größten deutschen Unternehmen die RWTH Aachen in den fünf Kategorien Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen auf den ersten Platz gewählt.

Alemannia Aachen

Alemannia Aachen (offiziell: Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V.) ist der größte Sportverein der Stadt Aachen. Die Profi-Fußballmannschaft spielt derzeit in der Regionalliga. Von der Saison 1967/68 bis 1969/70 sowie in der Spielzeit 2006/07 war sie erstklassig.

Einen großen Erfolg feierten die Alemannen dennoch in der Saison 2003/04, als sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Finale des DFB-Pokals erreichten. Unvergessen ist das Spiel vom 04.Februar 2004 auf dem Tivoli, wo die Alemannia den FC Bayern München in einem packenden Spiel mit 2:1 besiegten und somit im Finale des DFB-Pokals standen. Nachdem die Aachener unter anderem die Erstligisten TSV 1860 München, FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach ausschalten konnten, unterlagen sie im Endspiel gegen Werder Bremen mit 2:3. Da die Bremer als Deutscher Meister für die Champions League qualifiziert waren, war Alemannia Aachen erstmals für den UEFA-Pokal qualifiziert.

In der Saison 2005/06 gelang schließlich nach 36 Jahren der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Alemannia Aachen beendete die Saison 2006/07 mit 34 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz und stieg wieder in die zweite Bundesliga ab. Momentan spielt die Alemannia in der Regionalliga und wir drücken die Daumen für einen baldigen Aufstieg.

Die grüne Lunge: Der Nationalpark Eifel

Der Nationalpark Eifel ist ein Nationalpark südlich von Aachen und der erste in Nordrhein-Westfalen.

Auf 110 Quadratkilometern erstrecken sich Laub- und Nadelwälder, Seen, Bäche und offene Grasflächen. Der Nationalpark Eifel beheimatet über 900 gefährdete Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste. Allein 1.300 Käferarten wurden in seinen Wäldern entdeckt. Unter anderem leben die Wildkatze, der Schwarzstorch und die in NRW seltene Mauereidechse im Nationalpark Eifel.

Das Gebiet ist ca. 10.700 Hektar groß, grenzt im Nordwesten an den Rurstausee und umfasst die angrenzende Urfttalsperre, den ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang, jedoch nicht die NS-Ordensburg Vogelsang selbst. Der Bereich des früher vom belgischem Militär genutzten Truppenübungsplatzes Vogelsang, die Dreiborner Hochfläche macht ca. 3.300 Hektar der Gesamtfläche aus und ist erst seit dem 1. Januar 2006 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Quellen:

suprcomonlineshop

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